Schützen Windhagen Rückblick 1.12.72 - 17.5.82

Aus der Festschrift 1982

"Werte Bewohner von Windhagen! Am Donnerstag, dem 24.5.73 wird Ihnen Birkengrün vor Ihr Haus gelegt. Wir bitten Sie, dasselbe zum Schützenfest am 26. - 28.Mai '73 an der Straße aufzustellen. lm voraus besten Dank! Schützenverein Windhagen, der Vorstand". Vielhundertfach flatterten vor knapp neun Jahren diese freundliche Aufforderung den Windhagenern ins Haus, und die Gummersbacher Vorstädter folgten der Bitte .nicht nur gern, sondern ganz besonders emsig. Schließlich war es viele, viele Jahre her, daß in Windhagen Schützenfest gefeiert worden war. Und da sollte das erste unter der Regie des noch ganz jungen Vereins natürlich besonders prächtig ausfallen. Bevoriedoch der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Gummersbach schließlich beim Platzkonzert vor dem Autohaus Koch mit Pauken und Trompeten das Fest dernoch kleinen, aber aktiven Schar der Grünröcke eröffnete, da hatten eine handvoll emsiger Windhagener viel Arbeit, Zeit und auch Geld investieren müssen. Denn einen neuen alten Verein "aus dem Boden zu stampen" - das ist bei der sich langsam allenthalben einschleichenden Vereinsmüdigkeit ein Unterfangen, das Durchhaltevermögen und Engagement erfordert.

Und diese Eigenschaft - welcher "Vereinsmeier" könnte heute ohne sie seine "Truppe" zusammenhalten? - brachten die Initiatoren zur Gründung eines neuen Schützenvereins im Jahre 1972 ein. Ihnen ist es zu verdanken, daß die Grünröcke vom 14. bis 17. Mai dieses Jahres mit einem besonders attraktiven Programm ein Jubiläumsfest feiern können. Das zehnte soll das bisher schönste in der jungen Vereinsgeschichte werden.

Der Windhagener Schützenverein war sicher nicht der erste, der am angeblich schönsten Platz, nämlich an der Theke "geboren" wurde. ”Ausgebrütet" wurde die Idee im September 1972 von Udo Lübbe und Manfred Weißberger (ein Windhagener mit Schützenerfahrung: er war damals Geschäftsführer der Grünröcke in Niederseßmar). Mit von der Partie war auch Gastwirt Fritz Meurer. Schließlich hatte unter seinem Dach die Idee Gründung eines Schützenvereins quasi gezündet.

Nun ging es den lnitatoren damals nicht nur darum, auch in Windhagen die Grünröcke nach langer Zeit wieder sozusagen "saIonfähig" zu machen. Am Herzen lag den Vereinsgründern vor allem die Förderung der Windhagener Ortsgemeinschaft (zu der sich später alle Vereine zusammenschlossen) - und natürlich auch die sportliche Betätigung. Damit solches aber im Rahmen eines Vereins möglich werden konnte, mußten Udo Lübbe, Wolfgang Brüning und Wolfgang Roth kräftig die Werbetrommel für die Gründung eines Schützenvereins rühren und Handzettel mit Einladungen zur ersten Versammlung verteilen. Und tatsächlich stellten sich zur Gründung eines Schützenvereins Windhagen am I. Dezember 1972 in der Turnhalle rund 70 Interessierte ein. Um den Erfolg des damaligen Unternehmens in der Folgezeit schon vorwegzunehmen: heute kann der Schützenverein schon die stolze Zahl von rund 300 Mitgliedern vorweisen.

Ortsvorsteher und stellvertretender Gummersbacher Bürgermeister Erich Weber begrüßte zur ersten Versammlung die überragend zahlreichen Gäste und wies, so hieß es damals in einer Presseveröffentlichung, auf die Schwierigkeiten einer Vereinsgründung hin. Es empfahl die gute Zusammenarbeit mit den anderen vier Ortsvereinen (Turn-, Fußball- und Gesangsverein sowie Feuerwehr). Und ausdrücklich legte er den künftigen Schützenbrüdern ans Herz, bei den anderen Ortsvereinen doch keine Abwerbung zu betreiben.

Das war, wie sich bald herausstellte, auch gar nicht nötig. Denn der in dieser Sitzung gewählte vorläufige Vorstand folgte mit Eifer Erich Webers Aufforderung, "alle Interessenten aufzusuchen, für die Idee zu begeistern und in den Verein einzuschließen" (so das Versammlungsprotokoll). ln der ersten Jahreshauptversammlung am 19. Januar 1973 wurde schließlich für ein Jahr der erste ordnungsgemäße" Vorstand gewählt. Karl-Wilhelm Preyer übernahm das Amt des Ersten Vorsitzenden, zu seinem Stellvertreter wurde Werner Wirths bestimmt. Die weitere Zusammensetzung des "Führungsgremiums": Helmut Wenzel (1. Geschäftsführer), Adolf Kiesler (1. Schatzmeister), Udo Lübbe (1 . Schieß-Sportwart),Margot Dalchow (2. Schriftwart), Rudi Rossfeld und Rolf Dieter Kuhl (Kassierer), Hans Gerd Becker (Platzmeister), Karl-Heinz Ehlert (Schützenhauptmann) sowie Manfred Weißgerber und Martin Wacker (Kassenprüfer).

Mit Feuereifer ging dieser Vorstand daran, das erste Windhagener Schützenfest nach vielen Jahren vorzubereiten. Dazu gehörte nicht nur bereits zitierte Aufforderung an die Bürger zum Häuserschmücken, ein Schwerpunkt der Arbeiten lag in der Errichtung eines Schießstandes. Schließlich wollte man am 5. Mai den ersten König ausschießen. Aus Holz wurde der erste Vogelstand auf dem Löh "gebastelt", den Kugelfang stiftete die Firma Otto Kind.

Und so gab es schließlich nach fast 40 Jahren am 5. Mai in Windhagen nach einem spannenden Kampf wieder einen strahlenden Schützenkönig: Rolf Dieter Kuhl, der mit seiner Frau Monika ein Jahr lang die Grünröcke regierte. Einer der ersten Gratulanten war Ernst Hahne, letzter Windhagener Schützenkönig aus dem Jahr 1929. Mit Stolz trug er die alte Königskette, die er beim Kommers am 26. Mai seinem Nachfolger in feierlicher Zeremonie übergab.

Das erste Fest war ein Volltreffer, die Presse berichtete damals gar von einem "Glanzstück". Doch nicht nur zum Feiern hatte man den Verein gegründet, auch sportlich tat sich schon bald einiges in den Reihen der Grünröcke. Der Aufbau einer Sportschützenmannschaft wurde in Angriff genommen, und obwohl der junge Verein kein einziges Gewehr hatte, meldete er sich bereits im September 1973 zum Bundesschießen in Dieringhausen-Brück mit zwei Mannschaften an. Mit einer "Knarre” von 1936, freundlicherweise von Manfred Dalchow zur Verfügung gestellt, 'traten die Windhagener Grünröcke gegen eine große Konkurrenz an. Und ihr Gewehr war nicht nur leicht antik, es war mit seinem Lochschaft gar nicht zum Wettbewerb zugelassen. Erst als das Loch mit einem Bierdeckel zugeklebt war, durften die Windhagener anlegen. Immerhin, so erinnert man sich heute schmunzelnd, "wurden wir nicht die Letzten".

Nach soviel sportlicher Aktivität war wieder einmal ein Fest fällig. Am 3. November 1973 luden die Schützen zum ersten Herbstball in die Turnhalle ein, eine Veranstaltung, die bis heute sich großer Beliebtheit erfreut. Auch ganz intern gab's einiges zu feiern, Hochzeiten zum Beispiel. Wenn die Windhagener Grünröcke bei solchen Ereignissen mit ihrer schneidigen Salutabteilung auftraten und mit Original K 98 Militärkarabinern den Weg eines Schützenoffiziers in den Ehehafen akustisch begleiteten, dann gab das jeweils einiges Aufsehen.

Bevor das zweite Schützenfest des jungen Vereins, der mittlerweise Mitglied sowohl im Oberbergischen als auch im Rheinischen Schützenbund geworden war, in Angriff genommen wurde, krempelten die Grünröcke die Ärmel hoch und spukten in die Hände. An einem Samstagnachmittag im April 1974 bauten sie über den Gummersbach in der Untersten Osternoh eine Frußgängerbrücke, die als "Schützenbrücke" Eingang in die Annalen des Ortes fand und die tatsächlich bis heute gehalten hat.

Das zweite Schützenfest ging etwa einen Monat später gut über die Bühne - und dann machte der junge Verein auch auswärts von sich reden: beim Bundeschützenfest 1974 in Bergneustadt waren die Windhagener mit 91 Mann die drittstärkste teilnehmende "Truppe". Dafür gab's nicht nur viel Ehr', sondern als Anerkennung auch 1000 Schuß Kleinkalibermunition.

Während der "grünen Saison" in diesem und auch in den darauffolgenden Jahren hatte der Schützenverein Windhagen, im April 1975 ins Vereinsregister eingetragen, natürlich auch gesellschaftliche Verpflichtungen bei den Nachbarvereinen zu erfüllen. Man knüpfte hier und da Kontakte, und das garantierte den Windhagenern beim dritten Schützenfest 1975 wieder ein volles Haus, bei dem es eine kleine Premiere gab. Zum erstenmal wurde ein Schülerprinz ausgeschossen. Begeistert gefeiert wurde Karl Preyer jun., der den ersten Prinzenvogel von der Stange geholt hatte.

Noch eine Premiere vermeldet die Vereinschronik im Jahr 1975: zum erstenmal nahmen die Schützen an einem internationalen Tontaubenschießen teil. Europäische Meister traten zum Wettbewerb um den "Großen Grenzlandpreis" in Zutendaal/Belgíen an - und zwar mit den teuersten Flinten und im sportlichem Trainingsanzug. Damit hatten die Windhagener Schützenbrüder nicht gerechnet. Und so erregten sie einiges Aufsehen, als sie geschniegelt und gestriegelt in jagdlicher Kleidung mit herkömmlichen Querflinten an den Start gingen. Aber aus Erfahrung wird man klug: heute treten die Windhagener Grünröcke auch in sportlichem Dreß mit Sportschützenemblem an.

Ihre handwerklichen Fähigkeiten konnten, ja mußten die Schützen im Winter 1975/76 dann noch einmal unter Beweis stellen. Ein kräftiger Sturm hatte den Schießturm auf dem Löh einfach über Nacht umgeblasen. Samt Kugelfang hing er in den Tannen. Pech für den jungen Verein, zumal das nächste Schützenfest vor der Tür stand, bei dem ja wieder Prinz und König ausgeschossen werden sollten. Da hieß es kräftig anpacken. Bei Regen, Schnee und Wind waren die Schützen am Werk, um den neuen Schießstand aufzubauen. Karl Brüning jr. hatte von der Firma Steinmüller einen Montageturm "organisiert", der in mühevoller Arbeit aufgerichtet und einbetoniert wurde. Daß die Schützen bei diesem fast abenteuerlichen Unternehmen nicht die Lust verloren, ist nicht zuletzt der stets vorzüglichen Verpflegung mit Gebratenem und mehr und weniger Hochprozentigem aus der Flasche zu verdanken. Und so wurde der neue Schießstand termingerecht zum vierten Schützenfest fertig - und von den Gästen bei den Schießwettbewerben um majestätische Würden dann auch gebührend bewundert.

Daß der vierte Schützenkönig übrigens damals auf die Erringung der begehrten lnsignien sozusagen "getrimmt" wurde, ist ein offenes Geheimnis, über das die Schützen heute noch schmunzeln. Um jeden Preis wollte der damalige 2. Vorsitzende Werner Wirths König werden - und das schon seit der Wiedergeburt des Schützenvereins. Und so nahmen sich einige verständnisvolle Schützenbrüder des nach Königswürdenßstrebenden an und trainierten mit ihm noch am Morgen des Vogelschießens fleißig Auf dem Löh. Und die "Schützen"-hilfe hatte Erfolg: noch nie hatte Windhagen einen strahlenderen König gesehen als Werner Wirths an diesem Samstagnachmittag.

Zum erstenmal hatten die Windhagener Schützen auf das Programm dieses Festes das Eichelschießen gesetzt, das inzwischen schon zur Tradıtıon geworden ist.

Auch in einem jungen Schützenverein kann auf Nachwuchs nicht verzichtet werden, und so startete man im November 1976 mit dem 1. Schießsportnachmittag der männlichen und weiblichen Jugend eine Werbeveranstaltung, um möglichst viele Jungen und Mädchen für diesen Sport zu gewinnen. Knapp 50 Jungschützen traten in verschiedenen Disziplinen an. Und damals fiel eine junge Dame zum erstenmal auf, die inzwischen zahlreiche sportliche "Lorbeeren" eingeheímst hat: Anette Brüning, heute bereits Teilnehmerin an Deutschen Meisterschaften.

Auch andere sportliche Erfolge der Windhagener Schützen ließen inzwischen den Wunsch nach einem eigenen leistungsfähigen Schießstand mit Klubheim immer stärker werden,die ersten Aktivitäten zur Verwirklichung dieses Planes wurden 1976 schon mit der Suche nach einem geeigneten Gelände unternommen. Die Vorbereitungen sind inzwischen so weit gediehen, daß nach dem Jubíläumsfest in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

So zwischendurch wurde seitdem auch das erste Jubíläumsfest, das Fünfjährige gefeiert, und zwar zum erstenmal mit einem Großen Zapfenstreich, der auch in diesem Jahr wieder glanzvoller Höhepunkt des Festes sein soll. Für ein weiteres wichtiges Ereignis im Vereinsleben wurden 1977 schon die Weichen gestellt. Eine neue Vereinsfahne sollte angeschafft und die alte, von Else Potthoff mit viel Liebe aus Samt und weißer Seide genäht, in den verdienten Ruhestand versetzt werden. Rund 3.500 Mark mußten für die neue Fahne aufgebracht werden, und das konnte der Verein nicht aus eigener finanzieller Kraft.

So machte sich der Rentner Walter Sure vom 1. November an auf den Weg durch Windhagen, eine Vollmacht des Schützenvereins in der Tasche, um Spenden für die Anschaffung einer neuen Vereinsfahne anzunehmen. 66 Spender trugen sich in die Liste ein, doch die Krönung seines Erfolgs konnte Walter Sure nicht mehr miterleben. Knapp zwei Wochen, bevor am Sonntag, 7. Mai, die neue Fahne mit der Innschrift "lm Auge Klarheit, im Herzen Wahrheit" geweiht wurde, starb Walter Sure. Das Andenken an ihn bleibt aber in der neuen Fahne lebendig, so wie die Erinnerung an den verdienten Schützenbruder Karl Brüning jr. Einen Gedächtnispokal seines Namens hat Wolfgang Brüning seinem 1976 verstorbenen Vater gewidmet, jährlich wird er ausgeschossen.

Jedes Jahr ein neues Schützenfest, und jedes Jahr etwas Neues. So auch 1978. Zum ersten mal wurden die Bedingungen zur Erlangung der Königswürde geändert. So muß der Bewerber seitdem mindestens ein Jahr dem Verein angehören, bevor er auf den Königsvogel anlegt. Seinem Hof müssen mindestens zehn Paare angehören, und selbst für die Kleidung gibt es Vorschriften. Die sportliche Leistungsfähigkeit der Windhagener Schützen scheint das neue Reglement aber nicht beeinträchtigt zu haben. Bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften belegten die Sportschützen vordere Plätze und nahmen sogar an der Landesmeisterschaft teil. Und daß sie nicht nur mit dem Gewehr zielsicher umgehen, sondern recht geschickt auch das Fußballleder treten können, bewiesen sie bei einem Match gegen die Alte-Herren-Mannschaft des FC Windhagen, das im August 1980 von Landrat Hans Wichelhaus und Bürgermeister Hubert Sülzer mit vereinten Kräften angepfiffen wurde. Zwar mußten die Schützen auf dem Fußballfeld eine Niederlage einstecken, aber Spaß hat's gemacht. Deshalb wird der sportliche Wettstreit seitdem jährlich ausgetragen. Noch heute schwärmen die Zuschauer vom "weißen Mittelstürmer" Fritz Meurer, der beim damaligen Spiel in rosa Söckchen übers Feld fegte und vor lauter Begeisterung einen Elfmeter verschloß.

Daß Sportschützen in Zukunft noch weniger als bisher an den schwarzen Ringen vorbeischießen, dabei soll der neue Schießstand mit zeitgemäßen Trainingsmöglichkeiten helfen. Auf einem Grundstück der Firma Merten, das dem Schützenverein geschenkt wurde, soll an der Grubenstraße (zwischen Eisenbahnviadukt und Westtangente) das neue Zuhause des Schützenvereins entstehen. Die Planung ist bereits fertig, dank Schützenbruder Architekt Hans Georg Hecker, der sich in die Bauleitung richtig "reingekniet" hat. lm Fachwerkstil wird das Haus, das vom Verein einen finaziellen Kraftakt verlangt, in Eigenarbeit errichtet. Und da das Klubheim später auch den Windhagenern offenstehen soll, die nicht dem Schützenverein angehören, sind natürlich Spenden auch aus der übrigen Bevölkerung nicht nur gern gesehen, sondern auch dringend erforderlich.

Ende dieses Jahres, so hofft man, soll der Schießbetrieb im neuen Heim beginnen. Schließlich geht es in Zukunft um wichtige sportliche Ziele, unter anderem um die Verteidigung des Landessiegertitels, 1981 von Udo Lübbe, und der Mannschaft Wolfgang Brüning errungen. Dafür - und für die Verdienste um den Schützenverein und das Schützenwesen - wurden die beiden beim Fest im Mai 1981 mit der silbernen Verdienstnadel des Rheinischen Schützenbundes ausgezeichnet. Und bei diesem Schützenfest war beim Schießstand Auf dem Löh zum erstenmal die St.Sebastianus Schützenbruderschaft Düsseldorf-Vlingern zu Gast, die im Kreise Oberberg ihre Majestät ermittelten.

Musik ist diesmal Trumpf bei den Windhagener Schützen. Dafür muß der Verein auch ganz schön tief in die Tasche greifen. Deshalb wünscht man sich, daß zum Vogelschießen am Samstag, dem 8. Mai 82, sich auch recht viele Zaungäste einfinden und den dort angebotenen Leckereien auch kräftig zusprechen, damit's in der Kasse klingelt.

Feierlicher Auftakt des Jubiläumsfestes, das unter der Schirmherrschaft des Bundestagsabgeordneten Dr. Horst Waffenschmidt steht, ist der Kommers am Freitag, dem 14. Mai. Für 23.30 Uhr ist der Große Zapenstreich unter Beteiligung von 70 Musikern und Fackelträgern angesetzt. 20 Schützenvereine haben jetzt schon zugesagt, Abordnungen zu schicken. Am Samstagabend, 15. Mai, hat die Kapelle "California Sextett", zum erstenmal verpflichtet, die Schützenhalle fest im Griff. Die Gäste erwartet ein toller Showabend mit so mancher Überraschung. Der Allroundkünstler Heino Conty, bekannt aus "Haifischbar" und "Goldener Schuß" macht mit Seemanns und anderen Liedern zusätzlich Stimmung (siehe Fotos am Ende des Buches).

Am Sonntag treten die Düsseldorfer Schützenbrüder zum sportlichen Wettkampfernst auf dem Schießstand und dann auch beim Festzug an. Mit von der Partie ist hier das karnevalserprobte Jugendmusikkorps Re-To-Band mit über 150 Musikern und Majorettes. ln den Genuß dieses optischen und akustischen Leckerbissens kommen die Festgäste allerdings nur dank großzügiger Spenden von Gönnern.

Mit dem traditionellen Königsfrühstück beginnt der letzte Tag des Jubelfestes, von dem sich der Verein nicht nur gutes Gelingen, sondern auch eine ordentliche Werbewirkung verspricht. Denn der Verein soll noch größer werden, er will noch mehr Freunde gewinnen, will den Windhagenern gesellschaftlich noch mehr bieten.

Und wer noch immer zögert, dem Verein beizutreten - das gilt jetzt vorläufig nur für die Herren der Schöpfung - sei hier ein "Lockangebot" verraten: seit 1980 startet jährlich eine trinkfeste Truppe zu einer Seereise mit Tontaubenschießen und Hochseefischen auf der Ostsee. Wie man von den soeben von einer solchen Tour Zurückgekehrten hört, soll es auch diesmal wieder sehr schön, aber auch sehr anstrengend gewesen sein.

Gisela Fleıschhut-Bögle